Cipők a Duna-parton
- npoelaert0
- vor 6 Tagen
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„Schuhe am Donauufer“ ist ein ergreifendes und beklemmendes Mahnmal in Budapest, Ungarn, am östlichen Ufer der Donau. Es wurde 2005 vom Bildhauer Gyula Pauer und dem Filmemacher Can Togay geschaffen und dient als mächtige Hommage an die tausenden Juden, die während des Zweiten Weltkriegs von faschistischen Pfeilkreuzler-Milizionären ermordet wurden. Die Installation besteht aus sechzig Paaren eiserner Schuhe – von Männern, Frauen und Kindern –, die entlang des Flussufers verstreut sind und zum Wasser hin ausgerichtet sind. Jedes Paar Schuhe ist eine schlichte, lebensgroße Nachbildung, wie eingefroren in der Zeit, als hätten ihre Besitzer sie gerade erst verlassen. Die Schlichtheit des Designs verstärkt die emotionale Wirkung und ruft die erschütternde Realität der Opfer wach, die gezwungen wurden, ihre Schuhe auszuziehen, bevor sie erschossen und in den Fluss geworfen wurden.
Der Standort der Skulptur ist bewusst gewählt und markiert genau die Stelle, an der diese Gräueltaten zwischen 1944 und 1945 stattfanden. Die Schuhe aus rostigem Eisen tragen die Last der Geschichte; ihr verwittertes Aussehen symbolisiert den Lauf der Zeit und das andauernde Gedenken an die Verstorbenen. Das Mahnmal lädt Besucher ein, innezuhalten, nachzudenken und ihren Respekt zu erweisen, oft durch das Niederlegen von Blumen, Kerzen oder Steinen. Über seinen künstlerischen Wert hinaus ist „Schuhe am Donauufer“ eine tiefgründige Erinnerung an die Schrecken des Krieges, die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens und die Bedeutung der Bewahrung des historischen Gedächtnisses, um solche Tragödien zu verhindern. Es steht nicht nur als Tribute an die Opfer, sondern auch als Aufruf zur Wachsamkeit gegen Hass und Intoleranz in all ihren Formen.









