StarLight
In einem kleinen Dorf, das zwischen den Hügeln lag, wo der Wind den Weizen alte Geheimnisse zuflüsterte, lebte ein Junge namens Éloi. Seine Augen, so hell wie Sommerglühwürmchen, waren immer zum Himmel gerichtet. Jeden Abend, wenn die Sonne hinter dem Berg einschlief und die ersten Sterne das schwarze Tuch der Nacht durchstachen, legte sich Éloi ins kühle Gras, verschränkte die Hände hinter dem Kopf und träumte.
Er träumte von fernen Reisen, von unbekannten Planeten, auf denen Bäume sprachen und Flüsse sangen. Er stellte sich Städte aus Kristall vor, die in den Wolken schwebten, Wälder, in denen die Blätter aus Licht bestanden, und Ozeane, so tief, dass sie ganze Welten bargen. Für ihn waren die Sterne nicht nur Lichtpunkte, sondern offene Türen ins Unendliche, Versprechungen, die das Universum flüsterte.
Eines Abends, als der Mond einen silbernen Streifen über den Himmel zog, äußerte Éloi einen Wunsch. Er schloss die Augen, ballte die Fäuste fest und flüsterte: « Eines Tages werde ich aufbrechen. Ich werde die Sterne berühren und sie bitten, mir ihre Geschichten zu erzählen. » Der Wind, sein Komplize, trug seine Worte wie ein Opfer zum Himmel empor.
Die Jahre vergingen. Éloi wuchs heran, doch sein Traum verblasste nie. Er studierte Sternenkarten, lernte die Sprache der Konstellationen und baute seltsame Maschinen in der staubigen Werkstatt seines Großvaters. Die Dorfbewohner hielten ihn für ein wenig verrückt, doch er lächelte nur. Er wusste, dass Wahnsinn manchmal nur ein anderer Name für Magie war.
Und dann, eines Morgens, als die Morgendämmerung die Welt in Rosa und Gold tauchte, brach Éloi auf. Er nahm einen Rucksack voller Träume, einen Kompass, der ins Unbekannte zeigte, und eine Gewissheit mit: Irgendwo dort oben warteten die Sterne auf ihn.





























































